1 Baustelleneinrichtung
Als
erster Schritt wurde auf dem Schleppkahn, an den die TRAISEN angelegt
ist, eine Werkstätte errichtet. Die Werkstatt umfasst zwei
Räume, wobei der größere vor allem für die
Anfertigung und Bearbeitung von Teilen genutzt wurde, und der kleinere
für Mal- und Lackierarbeiten. Für die wohlverdienten Pausen
der Mitarbeiter wurde an Land ein Mannschaftscontainer zur Verfügung
gestellt.
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2 Steuerstand / Oberdeck
Der
komplette Aufbau wurde zerlegt und auf Schäden kontrolliert.
Die Holztüren, das Dach sowie mehrere kaputte Fenstergläser
wurden erneuert. Sämtliche Teile wurden entsprechend gesäubert,
repariert, geschliffen, gestrichen und wieder montiert.
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gesamte Elektronik, Steuertechnik und die Maschinentelegraphen mussten
überholt und teilweise erneuert werden. |
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| Der
gesamte Deckboden wurde entrostet, grundiert, gestrichen und mit einem
neu angefertigten Holztreppenboden ausgestattet. Neue Sitzbänke
runden das überholte Erscheinungsbild des Oberdecks ab. |
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| Die
gesamten Fahrtlichter und Scheinwerfer sowohl auf Steuer- als auch
auf Backbordseite wurden demontiert, komplett zerlegt und entrostet.
Dann folgte die Grundierung und originalgetreue Lackierung, bevor
sie inklusive aller Stromanschlüsse und Leitungen wieder montiert
wurden. Diese Arbeiten schlossen auch die Restaurierung der Dreharme
mit ein. |
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Nautische Einrichtungen
Oberste
Prämisse der Renovierung war, die TRAISEN wieder in möglichst
originalgetreuem Zustand erstrahlen zu lassen. Da sie als Zugschiff
erbaut, im späteren Arbeitsleben aber zum Schubschiff umgerüstet
worden war, waren einige Rückbauarbeiten notwendig um den Urzustand
herzustellen. So mussten in den Bereichen Bug bzw. Backdeck zwei
Poller entfernt und der runde Bugdurchlass zugeschweißt werden.
Weiters wurden die Ausnehmungen im Backdeckstufenbereich rückgebaut
und ergänzt.
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| Einige
Umbau- und Änderungsarbeiten ergaben sich auch im Bereich der
Ankerwinde. Sowohl der 110-Volt Schaltkasten als auch der 110-Volt
Motor wurden demontiert. Eingebaut wurde dann ein 380-Volt Ankerwindenmotor
mit Anschlussvorrichtung an das bestehende Ankergetriebe. An Stelle
des nicht mehr benötigten Schaltkastens wurde ein eigens angefertigtes
Aufganggeländer montiert. Die Ankerwinde wurde umfassend gewartet
und restauriert, sämtliche Getriebeteile entrostet, grundiert
und gestrichen. |
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| Zahlreiche
nautische und fahrtechnische Einrichtungen wie Positionslampen, Seilnipper,
Seilrollen und Seilwindehaspel wurden demontiert. Nach gründlicher
Wartung und Restaurierung, was vor allem das Entrosten, Grundieren
und Lackieren sämtlicher Teile umfasste, wurden alle Einrichtungen
inklusive der notwendigen elektrischen Leitungen wieder originalgetreu
montiert. |
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| Schadhafte
Rumpfbleche und Teile wurden entrostet, ausgebogen und dann wieder
eingeschweißt. Weiters erfolgte die Wiederinstandsetzung der
Schanzkleidtüren, mit anschließendem Grundieren und Lackieren.
Das Abschneiden der Befestigungspoller sowie das Schließen der
Seildurchführungen auf Steuer- und Backbordseite waren Bestandteil
des Rückbaus der TRAISEN zum Zugschiff |
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Maschinenraum
Die
gesamte Maschinenanlage wurde überholt, gewartet und je nach
Notwendigkeit auch erneuert. Die TRAISEN verfügt über
zwei 6-Zylinder Dieselmaschinen der Bauart RV6M 545 (Motornummer
Steuerbordmaschine: 2080879/884, Motornummer Backbordmaschine: 2080873/878).
Die
Durchlassventile zum Eiskasten wurden im Trockendock in der Schiffswerft
Linz erneuert und abgedichtet. Der Eiskasten selbst wurde entrostet
und mit einem neuen Teeanstrich versehen.
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Die
alte Schiffsheizung wurde ausgebaut und stattdessen eine neue Anlage
montiert. Die Stromversorgung wurde einer gründlichen Kontrolle
unterzogen und gewartet, auch hier wurden notwendige Umbauarbeiten
vorgenommen.
Bei zahlreichen Maschinenteilen, Pumpen und Filtern wurden Wartungs-
und Servicearbeiten durchgeführt.
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Umbau Fahrgastnutzung außen
Der
Eingangsbereich bzw. Niedergang zum Fahrgastraum wurde grundlegend
umgebaut. Im Zuge der Renovierung entstand ein neuer "Sonnendachbereich",
welcher, mit gleichermaßen dekorativen wie gemütlichen
Bänken ausgestattet, Passagiere bei Schönwetter zum Verweilen
einlädt. Als Grundlage für die Sitzbänke wurden die
Metallgestelle verwendet, die einmal für die Bänke auf
dem Dampfschiff Schönbrunn im Einsatz waren. Sie wurden rundum
restauriert und mit neuen Holzleisten versehen.
Vorher
waren aber einige Adaptierungsarbeiten nötig: Es wurden auf
Steuer- und Backbordseite Stiegenaufgänge geschaffen. Die gesamt
Deck- und Aufbaufläche wurde entrostet, ein neuer Holztreppenboden
wurde verlegt. Die bestehenden Seilbügel wurden umgebaut, im
Aufgangsbereich sind diese jetzt demontierbar. Es wurden neue Bügelteile
angefertigt, für diese war auch die Montage neuer Auflagenlaschen
notwendig.
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Umbau Fahrgastgastnutzung innen
Auch
im Veranstaltungsraum waren etliche Adaptierungs- und Umbauarbeiten
erforderlich, um ihn entsprechend attraktiv für die Gästenutzung
zu gestalten. Die Innenholzverkleidung wurde komplett abgebaut,
dann wurde die alte Isolierung entfernt und neue Isolierung in die
Schiffswände eingebracht. Danach wurde der gesamte Raum wieder
originalgetreu mit Holz verkleidet.
Der
Stiegenabgang musste vollständig erneuert werden, da er für
die Gästenutzung verbreitert wurde. Zusätzlich wurde ein
neuer Boden verlegt und eine Teeküche eingebaut. Auch die Bullaugen
wurden rundum überholt - sie wurden abgeschliffen, gestrichen
und mit neuen Dichtungen versehen.
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Instandsetzung Kabinen
Im
Kabinenbereich unter Deck befanden sich insgesamt sechs Hauptkabinen
und zwei Reservekabinen, jeweils vier auf Steuerbord- und vier auf
Backbordseite. Hier entstand nach grundlegenden Umbauarbeiten die
Pixelhotelsuite - zwei Kabinen wurden zu einem Hauptraum mit Doppelbett
zusammengelegt, zwei weitere dienen als Zusatzräume für
die Suite. Wie im Veranstaltungsraum wurde auch hier alles neu gedämmt
und dann wieder originalgetreu verkleidet.
Weiters
waren im Elektrobereich umfassende Änderungen notwendig, so
wurde die Stromversorgung für Steckdosen von 110 Volt auf 220
Volt umgerüstet.
Elektroinstallationsarbeiten
waren auch im Bereich der Messe ein wichtiger Aspekt. Nach der Demontage
der Innenverkleidung wurde das Schiffsdeck auf Schäden kontrolliert
und einige Reparatur- und Schweißarbeiten durchgeführt.
Im Anschluss wurde neu gedämmt, die Verkleidung wurde teilweise
erneuert, dann wieder montiert und entweder gründlich gereinigt
oder neu gestrichen.
In
der Messe selbst mussten die Fenster und Wandverkleidungen teilweise
erneuert und repariert werden. Die Rahmen sowie der gesamte Innenraum
wurden neu gestrichen und ein neuer Boden gelegt.
Gegenüber
der Messe befindet sich das Badezimmer, mit zwei Duschkabinen und
zwei Waschbecken, das jetzt im Rahmen von Pixelhotel genutzt wird.
Die gesamten Abflüsse mussten in den Fäkalientank verlegt
werden. Außerdem wurde der Raum neu ausgemalt, vorher wurde
die gesamte alte Farbe entfernt, Rostschäden ausgebessert und
teilweise eine neue Blechwand eingeschweißt.
Das
vorhandene WC wurde rundum saniert, außerdem wurde daneben
eine weitere Toilette geschaffen, die von außen zugänglich
ist.
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8 Rettungsboote / Einrichtungen
Die
Zugseilwinden wurden restauriert und soweit instand gesetzt, dass
ihre Funktionstüchtigkeit wieder gegeben ist.
Es
gibt auf der TRAISEN zwei Rettungs- bzw. Beiboote, diese wurden
entsprechend repariert und restauriert. Auch die vier Hebevorrichtungen
(Davids) für die Boote wurden saniert und teilweise erneuert.
Bei
der mechanischen Ruderanlagenleitung wurde die Abdeckung demontiert
und die Anlage einer Kontrolle unterzogen. Die Kupplungen wurden
zerlegt, geschmiert und gewartet. Auch der Ruderquadrant wurde saniert.
Weiters wurden die Stiegen bzw. Aufgänge in diesem Bereich
restauriert.
Im
Heckbereich sind einige Stauräume, die entsprechend restauriert
wurden, was das Entrosten, Grundieren und Streichen beinhaltete.
Die in diesen Bereichen durchgehenden technischen Anlagen, Leitungen,
Pumpen sowie die Tanks und der Trinkwassertank wurden umfassend
kontrolliert und je nach Zustand und Verwendungszweck instand gesetzt.
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9 Abwassertank
Entsprechend
den Angaben des Schiffsbauamtes wurde das gesamte Abwassersystem
adaptiert. In einem Nebenbereich des Maschinenraums wurde zu diesem
Zweck ein Fäkalientank eingebaut, in den nun das Abwasser der
TRAISEN eingeleitet wird.
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Bordwand
Zwei
Wochen verbrachte die TRAISEN am Trockendock der Schiffswerft, damit
die erforderlichen Arbeiten im Bereich der Außenwand und des
Unterwasserschiffes durchgeführt werden konnten. Die Bordwand
außen wurde gereinigt und mit einer schwarzen Spezialfarbe
(Zinkanstrich) neu gestrichen, die Roststellen wurden abgeschliffen
und vor dem Anstrich grundiert.
Sämtliche
Rumpföffnungen und Schiffsschraubenwellendurchführungen
wurden auf ihre Dichtheit kontrolliert, und auch die Ruderanlage
im Unterwasserbereich wurde einer Kontrolle unterzogen.
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